Von Katzen, Künstler und Amseln

Von Katzen, Künstler und Amseln

Katzen und Kunst sind mit meinem Leben so eng verbunden, wie das Leinen auf dem Holzrahmen einer Leinwand.

An dieser Stelle möchte ich Ihnen ein paar Geschichten aus meinem Leben erzählen, welche sich so oder so ähnlich tagtäglich abspielen.

Eine Pfote berührt mich ganz vorsichtig am Kopf und versucht mich zu wecken – Molli ist wach. Allmählich entwickelt sich die Berührung zu einem energischen Kratzen. Molli hat Hunger. Bevor ich dann doch lieber aufstehe, rast ein kleiner Zug aus der Gartenkleineisenbahn quer über unser Bett.

An einem anderen Morgen werde ich von einem lauten PIIIIIEP geweckt. Ein kleines Amseljunges hat sich in unser Schlafzimmer verirrt und schaut mich mit großen Augen an. Bloß gut, dass Molli schon außer Haus ist, so bleibt ihm das Geschrei erspart. Ich hole ihn also zusammen mit Binga wieder ins Haus und setze den kleinen Kerl ins Gras und warte was passiert. Plötzlich taucht Mamaamsel wieder auf und versucht das Kleine daran zu erinnern, dass es nicht so viel im Gras herum purzeln soll. Doch es sucht Schutz und lässt sich nicht davon abbringen. Ich atme auf, als es wieder gefüttert wird. Doch Molli und Binga müssen nun noch etwas Geduld haben.

Katzen inspirieren mich enorm und finden mehr und mehr den Weg auf meine Leinwand. Wie auch im letzten Winter ein kleiner roter Kater den Weg in die Galerie fand. Plötzlich stand er eines Abends vor der Terrassentür und schaute mit großen erwartungsvollen Augen. Es dauerte keine Stunde, da hatte er schon seine Scheu überwunden und kam wie selbstverständlich in unsere Küche. Ich kümmere mich stets um hungrige Tiere im Winter doch dieser blieb hartnäckig. Er kam immer wieder und es dauerte keine Woche, da begann er im blauen Salon „seinen“ Hocker zu verteidigen. Das ging zu weit. Nach einigen Bemühungen blieb uns nichts anderes übrig, als ihm ein neues zu Hause zu suchen. Eine alleinstehende Dame aus Chemnitz erfreut sich nun sicherlich an seinem Schmusebedarf.

Mein Kater Molli hat mich jedoch lieber für sich allein. Dies macht er mir auch während meiner Arbeit immer wieder deutlich. Um Streicheleinheiten einzufordern, setzt er sich entweder auf meinen Schoß oder versucht mich von hinten von meinem Stuhl zu drängeln. Naja, dann muss die Ölfarbe eben mal kurz warten.

Molli auf meinem Schoß

Molli auf meinem Schoß

Molli drängelt

Molli drängelt

Molli auf meinem Schoß

Molli auf meinem Schoß

Katze Binga

Katze Binga

Kater Molli

Kater Molli